Die Konferenz war geprägt von professioneller Organisation, sichtbarer Dialogbereitschaft und einer offenen, konstruktiven Gesprächskultur. Neben den Vorträgen sorgten World-Café-Formate und persönliche Begegnungen für intensive fachliche Vernetzung.
Fachkräftesicherung
Ein zentrales Thema war die Frage, wie Pflegeberufe langfristig attraktiver gestaltet und Einrichtungen personell stabilisiert werden können.
Finanzierung & Struktur
Mehrfach betont wurde die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen, um Versorgung nachhaltig zu sichern.
Regionale Zusammenarbeit
Die Stärke regionaler Netzwerke und die Verantwortung gemeinsamer Akteure wurden klar herausgestellt.
Am 1. Oktober 2025 versammelten sich über 200 Teilnehmende aus dem Münsterland im Kreishaus Steinfurt, um aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Lösungsansätze zu diskutieren. Die Konferenz bot eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Inspiration.
Landrat Dr. Martin Sommer begrüßte die Gäste und leitete zur Keynote von Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, über. Laumann betonte, wie wichtig die ambulante Pflege für die Versorgung der Zukunft ist und welche Chancen sich durch regionale Zusammenarbeit ergeben. Ulrich Christofczik regte in einem Impuls dazu an, aktiv an der Weiterentwicklung der Pflege mitzuwirken, während Jochen Richter von der Curacon GmbH einen praxisnahen Blick auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen warf.
Die Teilnehmenden vertieften zentrale Themen in vier World-Café-Runden, darunter Fachkräftegewinnung, Digitalisierung, trägerübergreifende Fortbildung und die Kooperation zwischen Pflegeeinrichtungen und Kommunen. Den Abschluss bildete ein Podiumsgespräch mit Heike Weiß vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, das die Diskussion über Vernetzung, Fachkräftemangel und Innovationsbedarf abrundete.
Wir danken allen Beteiligten für die lebhaften Gespräche und das große Engagement. Die erste Münsterland-Pflegekonferenz hat gezeigt, wie wertvoll der Austausch in der Region ist. Wir freuen uns darauf, das Netzwerk weiter zu stärken und gemeinsam die nächste Konferenz zu gestalten.
Stimmen aus der Konferenz
Die Redebeiträge machten deutlich: Pflege braucht nicht nur Engagement, sondern politische Verlässlichkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und gesellschaftliche Wertschätzung. Die Konferenz schuf dafür einen Rahmen mit Substanz und Anschlussfähigkeit.
Karl-Josef Laumann
Politische Verantwortung und systemische Verlässlichkeit sind zentrale Voraussetzungen für die Zukunft der Pflege.
Ulrich Christofczik
Versorgung gelingt dort am besten, wo Träger, Fachlichkeit und regionale Realität zusammen gedacht werden.
Jochen Richter
Nachhaltige Entwicklung in der Pflege braucht Austausch, Mut zur Veränderung und praktische Umsetzbarkeit.
Vom Rückblick in die Zukunft
Die erste Konferenz war Auftakt und Signal zugleich. Die nächste Ausgabe baut auf diesen Impulsen auf und entwickelt den Dialog für die Region konsequent weiter.